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Infektionen erkennen und behandeln

Infektionskrankheiten zählen zu den häufigsten Todesursachen weltweit. Anstecken kann man sich auf verschiedensten Wegen mit Erregern wie Bakterien oder Viren
von Sibylla Machens, Sandra Schmid, aktualisiert am 14.02.2018

Bakterien und Viren sind an zahlreichen Infektionen beteiligt

Thinkstock/iStockphoto, Ingram Publishing

Kaum niest jemand neben uns in der U-Bahn, zucken wir zusammen. Auf öffentliche Toiletten gehen wir nur sehr ungern. Und wenn wir rohes Fleisch in den Händen hatten, waschen wir sie danach penibel mit Seife. Denn wir wissen: Wir können uns anstecken!

Zu einer Infektion oder Ansteckung kann es kommen, wenn ein Krankheitserreger in den menschlichen Körper eindringt. Wie stark, gefährlich oder gar lebensbedrohlich der Infizierte erkrankt hängt vor allem von zwei Dingen ab: von den krank machenden, also den pathogenen Eigenschaften des Erregers und von den Abwehrkräften des Menschen.

Verschiedene Erreger von Infektionskrankheiten

Aber wissen wir eigentlich immer, gegen welche Erreger wir uns zur Wehr setzen sollen? Sind das nun Viren oder Bakterien, die eine Infektion ausgelöst haben? Oder am Ende sogar Würmer? Manche Infektionen verlaufen auch symptomlos oder machen erst nach einiger Zeit Beschwerden. Reicht ein bisschen Bettruhe oder brauchen wir Antibiotika? Wir erklären Ihnen den Unterschied zwischen Viren und Bakterien und wie die verschiedenen Infektionskrankheiten im Grundsatz behandelt werden. Bei einer viralen Infektion ist die Gabe von Antibiotika zum Beispiel nicht sinnvoll, da Antibiotika nur gegen Bakterien wirken.

Es gibt zahlreiche Infektionskrankheiten

Die Liste der bekannten Infektionskrankheiten ist lang. Einige davon kennen wir oder haben sie bereits als Kind gehabt, wie etwa Windpocken oder Scharlach. Mit Erkältungen und Grippe – typischen Virusinfektionen – schlagen sich die meisten Menschen sogar mehrmals im Jahr herum.

Aber wie ist das eigentlich mit Krankheiten wie dem Pfeifferschen Drüsenfieber, der ursprünglich sogenannten Schweinegrippe, dem Noro-Virus, Gürtelrose oder BorrelioseEinige Menschen erkranken auch an HIV-Infektionen, an Tollwut, Tetanus oder Blutvergiftung (Sepsis). Besonders auf Reisen in die Tropen lauern je nach Region etwa Bilharziose, Cholera, Malaria, Typhus oder Ruhr.

Wie eine Infektion entsteht

Von einer Infektionsquelle werden die Erreger über unterschiedliche Infektionswege direkt oder indirekt auf den Menschen übertragen. Bleibt die Infektion auf die Eintrittsstelle beschränkt, ist von einer lokalen Infektion die Rede. Etwa bei einer Wundinfektion. Im Gegensatz dazu breiten sich bei einer generalisierten Infektion die Erreger zum Beispiel über das Blut im Körper aus. In der Auseinandersetzung des Organismus mit den Erregern kann es im schlimmsten Fall zu lebensbedrohlichen Entzündungen im ganzen Körper kommen. Dies ist zum Beispiel bei einer Blutvergiftung, Sepsis, der Fall.

Von der Epidemie zur Pandemie

In den vergangenen Jahrhunderten verödeten ganze Landstriche, als Grippe-, Cholera- oder Pest-Epidemien wüteten. Eine Epidemie ist eine in der Bevölkerung eines Gebietes unerwartet gehäuft, aber zeitlich begrenzt auftretende Infektionskrankheit. Dehnt sich eine Infektionskrankheit weltweit aus, wird von einer Pandemie gesprochen.

Kinder, Senioren und chronisch Kranke besonders gefährdet

Nicht nur in Ländern der dritten Welt, sondern bisweilen auch in unseren Breiten können Infektionskrankheiten schwerwiegend und unter Umständen sogar tödlich verlaufen. Erkrankte Menschen sollten darum immer einen Arzt aufsuchen. Mit Antibiotika lassen sich viele bakteriell bedingte Infektionskrankheiten behandeln. Gegen bestimmte virale Erkrankungen kommen Virustatika zum Einsatz, welche die Vermehrung von Viren hemmen können. Doch der Krankheitsverlauf hängt auch vom Gesundheits- und Ernährungszustand des Patienten vor der Infektion ab. Vor allem Kinder und ältere Menschen mit einem geschwächten Immunsystem sind dabei vermehrt gefährdet. Eine wichtige Rolle spielt auch die Resistenzlage eines Erregers gegenüber Antibiotika.

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Bildnachweis: Fotolia / Alexander Raths, Thinkstock/iStockphoto, Ingram Publishing

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